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Über die Ausstellung
Der Katalog zur Ausstellung
Eine MP3-Chronologie
Fotos der Ausstellung
Die Designarbeiten
Markus Bader: Lux
Gregor/Jesek/Schröder: Coverbox
Meso: Heavy Rotation Revisor
Schoenerwissen: Minitasking
Zirkeltraining: ReBraun
I love you
origami digital - Demos without Restrictions
SMS museum guide
digitalcraft STUDIO
Schoenerwissen: Minitasking


Minitasking ist eine visuelle Software, basierend auf dem Peer-to-peer Standard Gnutella. Minitasking visualisiert die Eigenschaften dynamischer und temporär eingerichteter Netzwerke, macht deren Instabilität und den Verkehr der Daten transparent. Es geht dabei im Wesentlichen um die Funktionsweise des Computers, um Datenverarbeitung und ihre Visualisierung zur Anwendung in kollektiven und dynamischen Umgebungen.

Bei einem Peer-to-peer Protokoll wird nicht länger zwischen den Funktionen eines Clients oder Servers unterschieden. Dieses dynamisch organisierte Gefüge, das temporär eingerichtet wird, verändert sich permanent. Diese dezentralisierten Strukturen heben die Trennung zwischen Konsument und Produzent ein weiteres Stück auf. Beides sorgt für die vermehrte “Produktion von Information”. Doch es soll hier weniger um die Menge und die Art der Information gehen, als vielmehr um die technologische Bedingungen des Gebrauchs von File Sharing Software. Es scheint klar, dass die Protokolle Information konstruieren, nur was den Standards entspricht wird weitergeleitet und erkannt - wird Teil des Netzes.

Minitasking visualisiert diese Vorgänge, zeichnet neue Knoten an und die Menge der freigegebenen Dateien. Damit wird der Dateientausch von anderen Kriterien geleitet, als es bei herkömmlichen Clients der Fall ist. Das Netz kann als dynamische Kartographie gelesen werden, wobei die visuellen Eigenheiten auch intuitive Eingriffe in das Netz provozieren. Ein Ziel der Entwicklung ist, die numerischen Anteile eines P2P Netzes, wie z.B. die IP Adresse, die Verbindungsraten, die Menge der Dateien etc. in den Gebrauch einfließen zu lassen. Die technologischen Elemente bedingen damit ein einzelnes, eigenes Modell dieser Netze.

Minitasking verwendet die Daten als Material zur Visualisierung, um einerseits die Vorgänge des Rechnens und die Dynamik der Protokolle transparent zu machen, andererseits um die Momente der Vagheit, die in den Rechen- und Handlungsprozessen liegen, zu verstärken. Die visuelle Oberfläche zeigt nur eine von vielen möglichen "Versuchsanordnungen", sie soll den Nutzer leiten, aber auch verleiten, innerhalb des temporären Gefüges die Prozesse zu beobachten, Daten auszuwählen, auszutauschen, um dabei Kriterien zu entdecken oder zu entwickeln mit denen der Zugang zu den Information, aber auch ihre Produktion und ihre Verbreitung geprägt werden.


mehr unter www.minitasking.com