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Einladung zur Pressevorbesichtigung
Presse-Handout vom 19.03.2003
Pressemitteilung vom 11.02.2003
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Was ist Filesharing, P2P und MP3?
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Was ist Filesharing/P2P/ MP3?

Ein kurze lexikalische Erklärung dreier zentraler Begriffe der Ausstellung:

Filesharing
„Filesharing“ ist ein englischer Begriff und bedeutet „Datentausch". Als „Filesharing“ bezeichnet man jegliche Möglichkeit, von zwei oder mehreren vernetzten Computern aus auf dieselben Dateien zuzugreifen und diese untereinander auszutauschen. Dafür gibt es verschiedene Methoden, sei es über einen File-, FTP-, oder WWW-Server, über zentrales oder dezentrales Peer-to-Peer.

Peer-to-Peer
Peer-to-Peer (auch P2P, "von gleich zu gleich", Nutzer mit gleichen Rechten) ist eine Netzarchitektur. Man teilt die Daten auf dem eigenen Rechner mit allen anderen Benutzern, die an das Netzwerk angeschlossen sind. Dabei ist unerheblich, ob das getauschte Material Musik-, Video-, Bild- oder Softwaredateien sind.

Das Grundprinzip ist simpel, aber effektiv: Jeder Nutzer stellt Files auf seiner eigenen Festplatte zur Verfügung, wenn er sich einloggt. Im Gegenzug gewinnt man Zugriff auf alle Dateien, die die anderen derzeit eingeloggten User anbieten. Dieses Prinzip wurde zunächst von Napster eingeführt und erreichte ungeahnte Popularität. Man sprach sogar von einer Filesharing-Revolution.

Um mit anderen Usern Daten austauschen zu können, muss man zuerst die Client-Software eines Peer-to-Peer-Systems (etwa Kazaa für das Fasttrack-Netzwerk) auf dem eigenen Computer installieren. Die Software ist meistens Freeware und somit kostenlos. Nach der Installation meldet man sich mit einem Benutzernamen bei dem jeweiligen Netzwerk an, dann kann das Tauschen losgehen.

Nicht nur für Internetdienstanbieter, sondern insbesondere für Unternehmen ist P2P ein attraktives Zukunftsmodell. Es unterstützt den Austausch und die Weitergabe von Wissen, statt es wie bislang an einem Punkt zu bündeln. Mit P2P-geeigneter Software können Mitarbeiter beispielsweise zur gleichen Zeit am selben Projekt arbeiten, ohne im selben Büro zu sitzen. Auch eine Überlastung eines einzelnen Servers wegen großen Zugriffs gehört mit P2P der Vergangenheit an. Bei P2P unterscheidet man zwei Systeme:

Zentral organisierte P2P-Systeme
Bei zentralen Netzwerken gibt es einen oder mehrere Hauptserver, auf denen eine Liste mit Daten gespeichert ist, die jeder einzelne Benutzer zum Download anbietet. Richtet nun ein User eine Suchanfrage über eine bestimmte Datei an den Server, überprüft dieser, ob ein anderer User diese Datei zum Download anbietet und gibt ein entsprechendes Suchergebnis zurück. Der Download der Datei erfolgt direkt und ohne Umweg über den Server. Napster ist mit Abstand der bekannteste Vertreter dieses zentralen Systems.

Dezentral organisierte P2P-Systeme
Dezentrale Netzwerke benutzen keinen Server, um auf die Computer der Benutzer zuzugreifen. Jeder einzelne PC ist sein eigener Server, der Anfragen senden und empfangen kann. Die Anfragen werden dann von einem Rechner zum nächsten weitergereicht. Das bekannteste Netzwerk dieser Art ist Gnutella. Obwohl Gnutella nur wenige Stunden auf den Servern zum Download bereit stand, reichte dies aus, um das Programm tausendfach zu verteilen. Diese Downloads wurden von Softwareentwicklern genutzt, um das Programm zu analysieren und eigene Gnutella-Clients zu entwickeln.

MP3
MPEG ist die Abkürzung für Moving Pictures Experts Group, einem Standardisierungsgremium für digitale Filmformate. Im Rahmen der Entwicklung von Videokompressionsverfahren entwickelte diese Gruppe auch einen Standard zur Komprimierung von Audiodaten – Filme haben schließlich auch eine Tonspur. Da mehrere Verfahren mit verschiedenen Kompressionsstufen entwickelt worden sind, hat man den Tonpackern zusätzlich an die Bezeichnung MPEG verschiedene Namen angehängt - MPEG Layer-1, Layer-2 und Layer-3. Je nach Layer steigert sich die Kompression. Mit Layer 1 ist es möglich, die Datenmenge auf ein Viertel, mit Layer 2 auf ein Achtel und mit Layer 3 sogar auf ein Zwölftel zu reduzieren, ohne dass die Tonqualität spürbar leidet. Aus dem Namen des effektivsten Systems, MPEG Audio Layer 3, entstand die Abkürzung MP3.

Die Rechtslage bei MP3`s:
Das deutsche Urheberrechtsgesetz (UrhG) stammt aus dem Jahr 1965 und ist bis heute in weiten Teilen unverändert geblieben. Begriffe wie Internet oder Filesharing sucht man vergebens. Die Rechtslage ist in diesem Bereich aus verschiedenen Gründen überaus unsicher. Von einer eigenen CD hergestellte MP3s sind legal, so lange das MP3 auf dem eigenen Rechner bleibt und nicht ins Internet hochgeladen wird oder an andere Personen weitergegeben wird. Im Freundeskreis ist es allerdings nach dem "Copyright für den Privatgebrauch" erlaubt, CDs zu verleihen, was die rechtliche Situation verzerrt.

Systemanforderungen für MP3s:
Um MP3s in angemessener Qualität und ohne nerviges Stocken anzuhören, sollte man mindestens einen Pentium 100 zur Verfügung haben. Dies ist nur die Minimalanforderung und berücksichtigt noch nicht das Multitasking (mehrere Programme laufen gleichzeitig) oder die eventuelle Nutzung von Plug-Ins, die man während des Abspielens eines Songs ihre Arbeit erledigen lässt.

Software, um MP3s abzuspielen:
Um MP3s abspielen zu können, benötigt man einen einfachen MP3-Player. Der Player wird deshalb benötigt, da Windows und auch andere Betriebssysteme noch keinen Decoder eingebaut haben, die MP3 dekodieren, um es dann abzuspielen. Es gibt viele verschiedene Player, die auch unterschiedliche Prozessorauslastungen haben. Entscheidend dabei sind die Player mit den niedrigen Auslastungen, das sind z.B. Winamp, WPlay und K-Jöfol. Die Auslastung ist für die Nutzer entscheidend, die den Player im Hintergrund laufen lassen und am Rechner weiterarbeiten. Natürlich schwindet die Prozessorauslastung durch die Verwendung schnellerer Prozessoren und Systeme.