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I love you
Origami Digital
backgrounder digitalcraft
Fotos der digitalcraft Abteilung
Ansichten vom Museum
digitalcraft in der Presse

Pressemitteilung vom 29.10.2002

mak.frankfurt: origami digital

Demos without Restrictions

Frankfurt, 29. Oktober 2002. Von Dezember 2002 bis Februar 2003 präsentiert die Abteilung digitalcraft im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt eine weitere Ausstellung zur digitalen Alltagskultur. Unter dem Titel ”origami digital” wird die Demo-Szene erstmals im Kontext eines Museums präsentiert.

Auf PCs, Palms und Mobiltelefonen zeigt die Ausstellung eine Auswahl von Meilensteinen aktueller und “historischer” Demos. Parallel werden Fragen der sozialen Interaktion und Organisation der Szene sowie zu den verwendeten Techniken und verschiedenen Plattformen behandelt.

Demos sind 3D-Animationen und Grafiken, unterlegt mit technoiden Klängen, deren Ästhetik an Videoclips und Computerspiele erinnert. Sie werden dabei nicht “konventionell” mit Hilfe von Bildbearbeitungs- und Videosoftware erstellt, sondern mit reinem Programmcode. Der wird meist in asm (assembler), C/C++ oder Pascal geschrieben. Manche kommen dabei mit dem unglaublichen Speicherplatz von 1Kbit aus.

Dabei fordert die künstliche Selbstbeschränkung der gestalterischen Mittel enorme “kunsthandwerkliche” Geschicklichkeit. Darin ähneln die Objekte japanischen Origami: ihr Medium sind Bits statt Papier, die Faltkunst entspricht der Virtuosität im Umgang mit dem Programmcode.

Die Ausstellung findet in einem Themenzyklus statt. ”I love you” bildete im Mai 2002 zum Thema Computerviren den Anfang, im März 2003 wird sich eine Ausstellung zu mp3/Peer-to-Peer anschließen. Für die Koordination der Ausstellung ist Jochen Leinberger verantwortlich, digitalcraft steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Franziska Nori.