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I love you
Origami Digital
backgrounder digitalcraft
Fotos der digitalcraft Abteilung
Ansichten vom Museum
digitalcraft in der Presse
digitalcraft in der Presse

Auszug aus The New York Times 30.05.2002

Crashing PC's in Frankfurt, the Art World's New Bad Boys

Spread the word. A museum exhibition devoted to computer viruses opened last week at the Museum of Applied Arts in Frankfurt. But for visitors to the "I Love You" exhibition, which takes its name from the virus that zapped countless data files in 2000, the danger level is low. The only wild viruses being demonstrated are on a computer that is not online. Visitors can activate them and crash the computer. "It's like a virus mantra," said Franziska Nori, director of the museum's digital-culture department. "We constantly reboot, reboot, reboot."
The exhibition, which has a Web site at digitalcraft.org, traces the 30-year evolution of viruses from computer-lab pastime to global scourge. Interactive displays describe hundreds of viruses and show the outcome of choice examples.

Auszug aus Frankfurter Rundschau 24.05.2002

Spaß beim Absturz

"Es gibt viele Arten von Viren", befindet das italienische Künstler- und Programmierer Kollektiv \[epidemiC\], "gute, böse, unterhaltende, langweilige, Bastards, elegante, politische, furiose, schöne, und wunderschöne." Es geht freilich um die den Computer befallenden. Mit diesem und ähnlichen Phänomenen hat sich das Museum für Angewandte Kunst (Mak) in Frankfurt auseinander gesetzt, in einer Ausstellung, die den Namen des ersten Superstars unter den Computerviren trägt: "I love you". [...] Gleich links an der Wand im zweiten Stock hängt ein Plakat mit einem Source Code eines Virus', das eigens für die Biennale Venezia entworfen wurde und die Geschichte eines Codes erzählt, der sich auf einer Party rumtreibt.
Dann wird's interaktiv, auf einem Rechner ist eine fulminante Virensammlung verewigt, wo die Besucher "mit der Hackerkultur in Dialog treten können" (Nori). Sie können, wenn man so will, den wilden PC-Piraten mimen - ohne Risiko. Denn wenn der Computer abstürzt, was definitiv passiert, ist es auch nicht schlimm, ist ja nicht der eigene.

Auszug aus Frankfurter Allgemeine Zeitung 24.05.2002

Gefährliche Liebesbriefe

Das Frankfurter Museum für Angewandte Kunst hat deshalb 1999 das Projekt "digitalcraft" ins Leben gerufen, um bislang übersehene Aspekte der digitalen Alltagskultur, Computerkunst und "Netzpolitik" zu dokumentieren, Teil dieser Initiative ist die Ausstellung "I love you", die von heute an zu sehen ist und Exponate zu den Themen "Hackerkultur" und "Computerviren" präsentiert.
Der Gefahr, lediglich esoterisches Fachwissen über "Source Codes", "Shell Codes" und "Hypertextualität" zu versammeln, entgeht die Schau, indem sie den Begriff "Computerkunst" weiter als gewöhnlich faßt und Querverbindungen zu älteren Verfahrensweisen der Literatur und der bildenden Kunst zieht. Die digital generierten "Quelltexte" von jungen Programmierkünstlern werden mit verblüffend ähnlichen Experimenten aus dem Umfeld der "Konkreten Poesie" konfrontiert. [...]Eine weitere Möglichkeit, abstrakte Vorgänge anschaulich werden zu lassen, bietet eine auf Computer installierte "Virensammlung".

Auszug aus www.heise.de 24.05.2002

Liebe ist nicht alles -- Computerviren zwischen Kult und Chaos

Das Museum für angewandte Kunst, in dem seit drei Jahren digitale Artefakte gesammelt werden, will mit der kleinen Ausstellung darauf aufmerksam machen, dass Viren auch als Kulturphänomene wahrgenommen werden müssen. Der Natur des Gegenstandes entsprechend sind die Viren "in the Zoo" auf isolierten Windows-Rechnern life zu sehen. Obendrein kann man Mitschnitte von Interviews mit Virenprogrammierern aus der VX-Szene am Bildschirm lesen und auf einem Security-PC Informationen zum Virenschutz anfordern. Die Informationen stammen von der Firma Symantec, die als Sponsor die erste Ausstellung dieser Art unterstützt.
Augenfälligste Exponate sind indes auf große Fahnen gedruckte Kunst-Viren, die vom italienischen Künstler/Programmierer-Kollektiv epidemiC für die Biennale 2001 in Venedig entwickelt wurden.

Auszug aus Kölner Stadt-Anzeiger 24.05.2002

Digitale Schädlinge als Medienstars

Computerviren sind eine Plage der Informationsgesellschaft, da sind sich Unternehmer, Techniker und PC-Besitzer einig. Nun widmet das Frankfurter Museum für angewandte Kunst (MAK) genau dieser Plage eine Ausstellung - und stellt gar die Frage nach ihrem künstlerischen Potenzial. Hinter dem Projekt mit dem beeindruckenden Namen "I love you - computer_viren_hacker_kultur" steckt ein eigenwilliger Ansatz. Denn neben der Dokumentation von 30 Jahren Virengeschichte, fragt die Ausstellung auch: Wer programmiert die digitalen Schädlinge? Und warum?

Im Blickpunkt steht aber die Suche nach der Ästhetik. Dem Virus zu Grunde liegende Quellcodes - seine Programmstruktur - dienten als Ausgangspunkt für Vergleiche mit experimenteller Literatur, versprechen die Ausstellungsmacher.

Auszug aus www.SPIEGEL.de 23.05.2002

Virenkultur (-en)

Flankiert wird "I love you - computer_viren_hacker_kultur" durch ein Programm, in dessen Rahmen Experten mit so ungewöhnlichen Namen wie "0100101110101101.org", Jaromil oder epidemiC, aber auch Eric Chien, Chef des europäischen Sicherheitslabors von Symantec, die Besucher in die Welt der digitalen Viren führen wollen. Dabei geht es um Fragen der Sicherheit, natürlich, aber auch um Poesie, um Kunst, um Viren als Kunstform. Auch Virenautoren, wird man da lernen, haben ihre Ethik - wenn auch nicht alle. "Viren", heißt es in einer Pressemitteilung der veranstaltenden "digitalcraft"-Abteilung des MAK, "sind für ihr hohes zerstörerisches Potenzial gefürchtet, was aber Viren sind, wer sie aus welchen Günden programmiert, ist weitgehend unbekannt".
Ein ganz anderer Ansatz also, mit dem die Veranstalter "dieses digitale Phänomen im musealen Kontext" visualisieren wollen. Klingt spannend und abgedreht genug, sich davon tatsächlich neue Erkenntnisse oder Perspektiven erhoffen zu dürfen.

Auszug aus FOCUS 18.05.2002

Kunst statt Knast: Computerviren im Museum

Programmiersprachlyrik nennt (Florian) Cramer das - Textfetzen aus dem Programmiercode von Computersoftware. Sein Gedicht ist ein Virus, ein kleines Programm, das sich im Rechner aufbläht, indem es sich selbst dubliziert.
Mit einer Lesung von Werken des Dozenten der Freien Universität Berlin wird am 23. Mai auch die Computerviren-Ausstellung "I love you" eröffnet. Das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main zeigt Bildschirm mit roten Pockenpusteln, Phasenaufnahmen einer Infizierung und Infos über die Anfänge der Virenprogrammierung vor rund 30 Jahren. "Die Ausstellung ist brisant und polemisch", findet die wissenschaftliche Leiterin Franziska Nori. "Wir wollen Bewusstsein für ein gesellschaftlich relevantes Thema schaffen."

Auszug aus Journal Frankfurt 10.05.2002

Virus als Phänomen

Inspirierende Einblicke in die Welt der digitalen Viren verspricht nun eine Schau im mak. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Forschung visualisieren sowohl Netz- und Softwarekünstler, Literaturexperten, Programmierer als auch Sicherheitsleute die Thematik. Ein nicht gänzlich unumstrittenes Vorhaben: Warum hält der Virus als Phänomen Einzug ins Museum, wie können virtuelle Vorgänge künstlerisch vermittelt werden? Im Rahmen eines Archivs für digitale Alltagskultur möchte das 1999 im mak gegründete "digitalcraft"-Team einen interdisziplinären Dialog schaffen. Auf 150 Quadratmetern vernetzt die Ausstellung unterschiedliche Positionen. Ausgehend vom experimentellen Ansatz der Viren über Sicherheitsaspekte bis hin zu künstlerischen Arbeiten werden so Parallelen aufgezeigt.

Auszug aus www.zvw.de 07.05.2002

Ausstellung mit und über Computer-Viren

Rund um das brisante Thema Computer-Viren dreht sich eine Ausstellung, die demnächst im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt stattfindet. Vom 23. Mai bis zum 13. Juni 2002 werden im Rahmen der Veranstaltung mit dem Namen "I love you - computer_viren_hacker_kultur" alle Aspekte der Schadens-Programme beleuchtet.
Dabei geht es ebenso um die Verwüstung, die Würmer und Viren in Rechnersystemen anrichten können, wie um deren Rolle als Ideengeber für Kreative und Künstler. Darüber hinaus erfährt der Interessierte hier Wissenwertes über die Geschichte, kann in einer Datenbank mit Viren stöbern und sich die schädlichen Auswirkungen des "digitalen Ungeziefers" demonstrieren lassen.

Auszug aus PRINZ 26.04.2002

Pacman & Co

"Auch traditionelle Museen müssen sich der Realität des gesellschaftlichen Paradigmenwechsels stellen", findet Franziska Nori, wissenschaftliche Leiterin des Projekts digitalcraft des Museums für Angewandte Kunst. Seit 1999 sammelt, archiviert und konserviert digitalcraft schnelllebige Trends digitaler Alltagskultur für die Nachwelt - mit einem extrem jungen Team. Klar, die Experten dieser Medien sind vor allem Kids. Auf deren Bedürfnisse ist auch der Ausstellungsraum von digitalcraft eingerichtet: auf Sitzecken fletzend wird an alten Konsolen Pacman gespielt oder im Internet gesurft.



Auszug aus FAZ/Rhein-Main-Zeitung 19.03.2002

Pong, Pacman und ihre Brüder

Die Abteilung digitalcraft des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst hat es in sich. Sie dokumentiert aktuelle und historische Spiele, Webdesign oder frühe Online-Communities wie die Anfang der neunziger Jahre gegründete "Internationale Stadt Berlin". Damit widmet sich das mak.frankfurt den extrem schnellebigen Trends der digitalen Alltagskultur. Nun präsentiert sich die Sammlung auf 150 m² in eigenen Räumen, auf der gleichen Ebene wie die Designabteilung des Museums. Ein seltsamer Effekt, denn das 1999 ins Leben gerufen und zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt, eine bislang in Deutschland einmalige Sammlung digitalen Kunsthandwerks aufzubauen, scheint im Museum zunächst seinen virtuellen Charakter zu verlieren. Seit sechs Monaten auch im Internet unter www.digitalcraft.org abrufbar, stehen hier neben der "virtuellen Sammlung" zunächst Hardware, greifbare Gegenstände wie in jedem Museum, die wiederum auf Benutzer warten, auf die das mak.frankfurt neben den "normalen" Museumsbesuchern immer stärker setzt. Wer will, kann sich hier an längst durch die rasante Entwicklung vom Markt verschwundenen, von Fans dagegen gesuchten Konsolen versuchen, Pong, Pacman oder Supermario spielen.

Auszug aus Journal Frankfurt 15.03.2002

Digitale Kunst?

Für das mak gehört digitale Alltagskultur ins Museum, weil "der gesellschaftlich längst vollzogene Paradigmenwechsel neue Herausforderungen für Museen bedeutet". Im mak hat man deshalb die Sammlung digitalcraft angelegt, die seit dem 13.3. dort in eigenen Räumen zu sehen und zu be-tasten ist. Oder zu Hause- denn wie es sich im digitalen Zeitalter gehört, ist ein Großteil der Sammlung auch über Internet zugänglich. Digitalcraft soll den Fortbestand digitaler Objekte sichern, "die auf Grund der rasenden Innovationsgeschwindigkeit der Vergänglichkeit unterliegen". Deshalb wurde digitalcraft als ein virtuelles wie reales Archiv konzipiert, das PC-Games oder besonders gelungene Webdesigns zeigt, Details zu Geschichte, Entstehung und Programmierern erläutert oder theoretisches Material zur Rezeption liefert. Das sollte doch auch einmal die jüngere Generation ins Museum locken...