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I love you
Der Katalog
Fotos der Ausstellung
Was ist ein Computervirus?
viren_links
Der Flyer
Das Plakat
origami digital - Demos without Restrictions
SMS museum guide
digitalcraft STUDIO
I love you - computer_viren_hacker_kultur

"I love you - computer_viren_hacker_kultur", die Ausstellung von digitalcraft über Computerviren, ist vom 31.01.2003 bis zum 06.02.2003 im Rahmen der transmediale.03 in Berlin im Haus der Kulturen der Welt zu sehen. Nach der erfolgreichen Erstaustellung im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt im Mai/Juni 2002 wird „I love you“ in Berlin in thematisch erweiterter Form gezeigt. Der vollständige Ausstellungskatalog ist hier online einzusehen.


"I love you" wird unterstützt von unserem Partner Trend Micro.

--> Zahlen und Fakten zu "I love you"

Mit „I love you“ legt digitalcraft erstmals in Deutschland eine interdisziplinäre Ausstellung zum Thema Computerviren vor. In der Informations- und Kommunikationsgesellschaft gehört die Auseinandersetzung mit Computerviren zweifellos längst zum digitalen Alltag. „I love you“ beleuchtet vor diesem Hintergrund vor allem den Facettenreichtum von Computerviren: Der Spannungsbogen der Ausstellung reicht von Viren als Faktor wirtschaftlicher Bedrohung bis hin zu ihrem Status als Impulsgeber der Kunst. Digitalcraft interessiert sich dabei vor allem für die Frage nach dem künstlerischen Potenzial des Phänomens: Was sind Computerviren eigentlich? Wer programmiert sie und warum? Welche Welt verbirgt sich hinter diesem Alltagsphänomen? Kontroverse Positionen von Netzkünstlern, Programmierern, IT-Sicherheitsfachleuten und Code Poets stehen daher im Fokus der Auseinandersetzung.


Im Haus der Kulturen der Welt erwarten die Besucher auf einer Fläche von 150 Quadratmetern Computerviren hautnah. An isolierten Terminals (”in the zoo”) können sie die Virensammlung mit circa 400 aktiven Viren einsehen, mit Viren wie ”bad boy” oder ”suicide” infizierte Dateien aktivieren und die Rechner zum Absturz bringen. Hintergrundinformationen zur Entwicklung des Phänomens bis zum heutigen Tag bietet die Darstellung der 30-jährigen Geschichte der Computerviren.

Die Netzkünstler 0100101110101101.ORG und ”epidemiC” präsentieren zudem die Computerviren ”biennale.py” und ”bocconi.vbs”, die über ihre Eigenschaft als selbstreproduzierendes Programm hinaus zu sozialen Kunstwerken erklärt wurden. Einblicke in die Hackerethik und die ästhetische Funktion der Computerviren bietet mit einer Auswahl seiner Werke der Free Software Programmierer Jaromil. Programme wie der Flugzeugsimulator von Carl Banks zeigen die Faszination des Programmierens als Spiel mit Form und Funktion.

Eine weitere Perspektive zeigt den Programmiercode als Sprache, der über seine reine Funktionalität hinaus einen hohen ästhetisch-künstlerischen Anspruch hat. Den Viren zugrunde liegende Quellcodes dienen mit ihrer Ästhetik als Ausgangspunkt für Vergleiche mit experimenteller Literatur der frühen Avantgarde: Baudelaire oder Apollinaire bis hin zu modernen Dichtern wie Ernst Jandl und den zeitgenössischen Code Poets.

Der Brisanz des Themas in seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimension trägt die Ausstellung durch die Beteiligung des Anti-Virensoftware-Herstellers Trend Micro Rechnung, der im Kontrast zu den künstlerisch motivierten Hacktivisten der digitalen Kunstszene, weniger den ästhetischen Aspekt in der Schaffung von Computerviren im Blick hat.



Weitere Informationen zu "I love you" finden Sie in unserem Pressebereich:
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